Sechs Monate im Amt: Gewerkschafter ziehen erstes Resümee mit Bürgermeister Stefan Kieweg
Rund 15 Monate nach der Bürgermeisterwahl in Korbach und etwas mehr als 6 Monaten nach der offiziellen Amtsübernahme hat die IG BCE Ortsgruppe Waldeck-Edersee-Korbach eine erste offene Diskussionsrunde zum Amtsantritt von Bürgermeister Stefan Kieweg eingeläutet. Im Vorfeld der Wahl hatte die Ortsgruppe ebenfalls zu einer Diskussion – damals allerdings mit allen Kandidaten eingeladen – am Ende setzte sich Kieweg gegen seine vier Mitbewerber durch.
Elf Themenschwerpunkte – was ist daraus geworden?
Im Wahlkampf hatte Kieweg elf zentrale Themen angekündigt. Nun wollten die Gewerkschafter wissen, welche Fortschritte in dieser Zeit sichtbar geworden sind.
• Krankenhaus & Gesundheit: Der Fusionsprozess zwischen dem Stadtkrankenhaus Korbach und dem Kreiskrankenhaus Frankenberg ist angestoßen. Ziel ist eine verbesserte Versorgung und effizientere Strukturen. Offene Fragen bestehen jedoch bei der Niederlassung dringend benötigter Fachärzte, etwa im Bereich Kinder- und Hautmedizin.
• Frühkindliche Betreuung: Kieweg bekräftigte, die Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher verbessern zu wollen. Konkrete umgesetzte Ausbauprojekte bei den Kitas wurden vorgestellt; ebenso die finanzielle Problematik die hinter dieser gesamtheitlichen Entwicklung steckt.
• Glasfaserausbau: Der Bürgermeister strebt eine flächendeckende Versorgung an, verweist auf regelmäßige Gespräche mit dem Anbieter UGG über den aktuellen Fortschritt sowie Ärgernisse der Bürger. Er konnte allerdings noch keine belastbaren Angaben über den Abschluss der 125 km Versorgungsstrecke in der Kernstadt machen.
• Innenstadtentwicklung: Auch die große Woolworth-Baustelle war Thema. Hier konnte Kieweg einen Abbau des großen Kranes in kürzester Zeit in Aussicht stellen und einen geregelten Verkehrsfluss in der Arolser Landstraße im Oktober zusagen.
Klartext und offener Austausch
Kieweg zeigte sich als Mann der klaren Worte, konnte in mehreren Punkten aber erst Ansätze präsentieren. „Viele Themen brauchen Zeit – wir werden die angekündigten Schwerpunkte weiter im Blick behalten und weitere Diskussionen einfordern“
Die Gewerkschafter nehmen ihn beim Wort.
Moderator Schönfelder fasste den Abend zusammen: „Ein gutes Gespräch, ein guter Austausch – eine Fortsetzung sollte folgen.“
Auch die rund 75 anwesenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter signalisierten Interesse an einer erneuten Gesprächsrunde. Die IG BCE-Ortsgruppe kündigte an, den Dialog mit dem Bürgermeister konstruktiv, aber kritisch fortzuführen.



